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Diagnose Alzheimer

Raus aus der Tabuzone

Von Biogen GmbH · 2020

Demenz ist der Oberbegriff für ein Syndrom, dem rund 50 verschiedene Erkrankungen des Gehirns zugrunde liegen können. Die häufigste davon ist die Alzheimer-Erkrankung – eine der größten Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft. Diese raubt den Menschen, die wir lieben, Erinnerungen, Unabhängigkeit und schließlich die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben durchzuführen.

Die fortschreitende neurologische Erkrankung vermindert zu Beginn die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Im weiteren Verlauf sterben Nervenzellen ab, was zu Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit der Betroffenen führt. Das Risiko an Alzheimer zu erkranken steigt mit dem Alter. Die meisten Menschen sind über 65, wenn sie die Diagnose erhalten, aber der schleichende Prozess der Erkrankung beginnt bereits Jahre zuvor. Veränderungen im Gehirn können sogar schon 20 Jahre vor Diagnosestellung einsetzen, führen aber nicht in jedem Fall zur Entwicklung einer Demenz. 

Alzheimer früh erkennen

Viele Menschen halten Gedächtnisprobleme im Alter für einen normalen Prozess, die Vergesslichkeit wird belächelt, man macht Witze über die Schusseligkeit der Liebsten. Werden Namen oder Termine jedoch später nicht mehr erinnert, könnte dies ein erstes Anzeichen für Alzheimer sein.1 Häufen sich Gedächtnisprobleme oder andere auffällige Symptome, ist in der Regel der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Bei Bedarf überweist dieser für weitere Untersuchungen an einen Fach-arzt. Das Arztgespräch gehört dabei genauso zur Diagnose wie die körperliche Untersuchung, eine Bildgebung des Gehirns und die Analyse der Laborwerte. Alzheimer kann bislang nicht geheilt werden. Je früher die Symptome jedoch erkannt und angesprochen werden, desto besser können gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie zum Beispiel das Trainieren der geistigen Fitness, in den Alltag integriert werden. Hinzu kommt, dass der Krankheitsverlauf bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung sowie durch Änderungen im Lebensstil möglicherweise verlangsamt werden kann. Je früher sich Menschen also mit der Möglichkeit auseinandersetzen, dass sie an Alzheimer erkrankt sein könnten, desto länger könnten
sie es mithilfe von Familie, Freunden und einem erfahrenen Arzt schaffen, ihren gewohnten Alltag zu leben. Der Zeitpunkt, zu dem sie auf fremde Unterstützung angewiesen sind, kann hinausgezögert und die Lebensqualität länger erhalten bleiben.

Tabuthema Alzheimer aufbrechen

Dass Alzheimer bislang in der Gesellschaft als Tabuthema wahrgenommen wird, beeinflusst die frühzeitige Diagnosestellung bei vielen Betroffenen. So glauben zwei von drei Menschen immer noch, dass Alzheimer ein normaler Teil des Alterns ist und es herrscht die verbreitete Ansicht, man könnte nichts tun, um der Erkankung vorzubeugen.2 Das Tabuthema Alzheimer hält viele Menschen davon ab, nach Informationen zu suchen und sich die Beratung, Unterstützung und medizinische Behandlung zu holen, die ihre Lebensqualität verbessern könnte. Die Angst vor negativen Reaktionen im Umfeld oder durch die Erkrankung isoliert und nicht mehr Teil des gesellschaftlichen Lebens zu sein, kann dazu führen, dass Verdachtsfällen gar nicht erst nachgegangen wird. Die „Entstigmatisierung“ von Alzheimer ist deshalb, neben der frühen Diagnose, ein wichtiges Thema. Das Sprechen über Demenz hilft, die Tabuzone zu verlassen und die Menschen dazu zu ermutigen, sich stärker zu informieren, Hilfe, Rat und Unterstützung zu suchen. 

Gehirngesundheit fördern

Wichtig zu verstehen ist, dass man nicht tatenlos zusehen muss, bis geliebte Menschen aufgrund von Alzheimer zu früh ihre Unabhängigkeit verlieren. Neben der Aufklärung und dem Gespräch über die Erkrankung, hilft es auch aktiv für die Gesundheit des Gehirns zu sorgen. Kontinuierliches Trainieren des Gehirns fördert die Bildung von Verbindungen zwischen Nervenzellen (Synapsen).3 Neugierig bleiben, Neues entdecken und den Alltag aktiv gestalten, kann dabei helfen, sein Gehirn auf Trab zu halten. Kreative Tätigkeiten wie Malen oder Musizieren, aber auch Karten- oder Brettspiele fordern das Gehirn. Weitere Möglichkeiten sind Sprachen zu erlernen oder neue Hobbys auszuprobieren. Alles, was dem Gehirn neues Futter zur Verarbeitung gibt, stärkt es und kann gegen das Vergessen helfen.

Alzheimer Forschung: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/symptome/frueherkennung/
Alzheimer's Disease International (ADI): World Alzheimer Report 2019 – Attitudes to dementia.
Alzheimer Forschung: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/vorbeugen/geistige-fitness/

Kontakt

Biogen GmbH
Carl-Zeiss-Ring 6
85737 Ismaning
E-Mail: germany.information@biogen.com
Web: www.biogen.de

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